Für Alle die sich nicht so gut auskennen

Produziert von Autofocus, dem Verband der Automobilimporteure

Der interessante Film von Autofocus beiinhaltet Richtlinien, welche alle Kraftfahrer in der Europäischen Union einhalten müssen, um einen Lastwagen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht lenken zu dürfen.

Vielen Dank für den tollen Bericht, herzlichst Regina Lidlgruber "Die Frau im Truck"

Vergleich zwischen 1994 und 2017

Damals, Im Jahre 1994 - als ich meine Karriere als Ferfahrerin begann, war die Arbeit eines Lkw-Fahrers um einiges beschwerlicher. Es kam des Öfteren vor, dass ich nicht nur einmal den kompletten Hängerzug oder mein Sattelkraftfahrzeug vollständig abbauen musste, um eine Maschine oder Stahl von oben, mittels eines Kranes laden zu können.

Früher gab es noch kein Verdeck, das der Fahrer bei einer Kran- Entladung einfach nach vor schieben konnte. Das Abbauen und das darauffolgende Zusammen bauen- nach der Beladung eines solchen Röhrenverdecks, war für den Lkw-Chauffeur nicht nur bei Schlechtwetter eine Herausforderung.

Um die Ware entweder auf- oder beladen zu können, musste ich als erstes die Zollschnur aus den Ösen ziehen und die Seitenleinen lösen, um die hintere Bordwand öffnen zu können. Dann kletterte ich in den Aufbau, um unter Mühen im Winter das Dach von Schnee und Eis zu befreien. Erst danach konnte ich mittels meiner 4 Meter langen Latte, die ich immer in der Seitenlänge meines Motorwagens mitführte, die hintere Plane aus das Dach werfen.

Jetzt begann die eigentliche Arbeit.

Die Zollschnur wurde links und rechts aus den Ösen gezogen. Ein gewagtes Unternehmen bei Wind. Mir war es tatsächlich einmal passiert, dass eine Windböe die schwere Plane erfasste und sie über mein Fahrerhaus warf. Deshalb zog ich es in der Zukunft vor, die Schnur nicht ganz zu lösen.

Nun musste ich in den Innenbereich des Lastwagens klettern, um die Befestigungsleinen an den Ösen zu öffnen. Wieder kletterte ich auf die Bordwand, um die Kanten des Plastiks über den Rand des Gestells  zu heben. Mit einer kurzen Holzlatte schob ich die Plane bis über die Mitte des Aufbaus und begann die Röhren aus ihrer Verankerung zu heben. 

Zu guter letzt wurde die Bordwand geöffnet und schon konnte es losgehen, mit der Be- oder Entladung.

Auch die Beladung von der Seite war zeitaufwendig und anstrengend. Insbesondere bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt oder bei extremer Hitze. Meist war es dem Staplerfahrer nicht möglich, um die  Runge herum zu laden, deshalb musste der schwere Steher (wie in diesem Falle) aus der Verankerung ausgehoben werden.

Nachdem ich die Ware gesichert hatte, war es meine Aufgabe, das Planengerüst wieder vollständig zusammen zu bauen. Nun wurde es um einiges schwieriger, denn die Ladung war oft so hoch, dass ich nur schwerlich die Röhren einhängen und die Plane nach vor schieben konnte. Es passierte mir oft, dass ich mit diversen Hilfsmitteln- wie Hammer oder Schraubenzieher arbeiten musste, um den Lastwagen vollständig verschließen zu können.

Wenn der Anhänger alleine steht, ist es ratsam zur zusätzlichen Sicherung einen Keil hinter den Reifen zu schieben und die Anhängerbremse, die sich im hinteren Teil befindet festzuziehen.

 

Fährt der Lkw-Lenker nur mit dem Motorwagen (Solo), ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass der Bolzen des Anhängermauls nicht in der Höhe sein darf, damit sich keiner (speziell Kinder) verletzen kann. Dieses Vergehen könnte durchaus zu einer Geldbuße führen.

 

Be- und entladen 2017

 

In den letzten Jahren hat sich die Technik und Modernität der Fahrzeuge sichtlich verbessert. Der oder die Lkw-Fahrer/in öffnet die Schnallen, welche am unteren Rahmen des Aufbaus eingehagt und zugeklappt werden. Anschließend wird beim Öffnen die Plane nur zur Seite geschoben und die Latten aus den Verankerungen gehoben.

 

Jedoch die Wartung des Fahrzeuges, sei es jetzt den Reifendruck zu messen oder die Flüssigkeiten: wie Motoröl und Kühlwasser zu kontrollieren, blieben die Gleichen.

Besonders wichtig- früher als auch heute, die richtige Verzurrung der Ladegüter. Hiermit konnte ich entweder mit Zurrgurten, Ketten, Kantenschutz, Antirutschmatten und Spannlatten meine Ware verzurren, um mir und den anderen Verkehrsteilnehmern eine möglichst unfallfreie Fahrt zu sichern.

Ich wünsche Euch Allen eine unfallfreie Fahrt, Eure Truckerlilly

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© Die Frau im Truck - 60 Kilo auf 40 Tonnen