Das Jahr 1994

Als ich in den 90ern mit dem Fernfahren begann, war es um meine Zukunft nicht rosig bestellt. Aufgrund einer Fehlentscheidung verlor ich immens viel Geld und geriet in die Schuldenfalle. Zu jener Zeit hatte ich mehrere Lohnpfändungen und ich wusste kaum, wie ich mit dem wenigen an finanziellen Mitteln überleben bzw. mit dem Lastwagen in die Ferne fahren sollte. Nicht nur die Geldsorgen machten mir zu schaffen, auch die Anfangszeit meiner neuen Berufswahl war nicht leicht. Da es damalig nicht üblich war, das eine Frau mit einem 38 Tonner durch die Weltgeschichte fuhr, gab es speziell in den Raststätten keine Duschgelegenheiten für das weibliche Geschlecht. Viele Firmen verfügten nicht einmal über eine Damentoilette geschweige denn über eine Dusche für das weibliche Personal. Auch so mancher Kollege war nicht erfreut, das erstmals eine Frau in seinem Betrieb arbeitete. Monate später, als ich mir in fast jeder Lebenslage (z.B. Reifenwechseln, Schneeketten anlegen, ab- und zuplanen des Fahrzeuges, gewisse Reparaturen unterwegs alleine ausführen usw.) selbst zu helfen wusste, wurde ich von den meisten Kollegen als eine der Ihren anerkannt.

 

Zu jener Zeit lernte ich, mich auf jede noch so problematische Situation einzustellen und im Vorfeld Vorsorge zu treffen, soweit dies möglich war.

 

Ich kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, als mir das Geld für die Stromnachzahlung fehlte und ich aufgrund meiner Geldnot eine Ratenvereinbarung und einen Inkasso-Zähler verpasst bekam. Das System ist einfach. Du bezahlst eine gewisse Summe ein und faxt dann den Beleg an deine Energiefirma. Danach wird dir der Strom für die Summe freigeschaltet. Nun hieß es stromsparen, da mein Tarif aufgrund meiner Nachzahlung auf das dreifache hochgestuft wurde. Meine damalige Wohnung verfügte über keine Heizung, deshalb habe ich mich noch in besseren Zeiten für eine Infrarotheizung mit Stromanschluß entschieden. In den ersten Jahren meiner Fernfahrerkarierre, blieb es mir im Winter nicht erspart, so manches Wochenende am nahegelegenen Parkplatz meiner Wohnung (wo mein Lastwagen parkte) die Nacht in meinem Fahrerhaus zu verbringen.

 

 

2011 beendete ich meine Fernfahrerkarierre und wurde seßhaft. Trotz aller Bemühungen in einer Firma mit Normalarbeitszeit mein Glück zu finden, war ich unglücklich. Das Fahren mit schwerer Gerätschaft fehlte mir. Der Transportunternehmer Wakolbinger (Behamberg) bzw. dessen Chef, brachte mich wieder in die richtige Spur. Karl verhalf mir zu einer Stelle in den Stadtbetrieben Steyr, wo ich die letzten sieben Jahre als Autobusfahrerin im innerstädtischen Verkehr tätig bin.

 

2021 / 2022

 

Jetzt - viele Jahre später, fühle ich mich in die Vergangenheit zurück versetzt. Dennoch, dieser lange Lebensabschnitt der Entbehrungen hat seinen Schrecken verloren und ich kann mich aufgrund meiner damaligen Erfahrungen auf diese schwierige Zeit vorbereiten und Euch vielleicht einen kleinen Teil davon mitgeben.

 

Noch vor der Inflation, wurde von freien Medien über einen drohenden Blackout berichtet. Daraufhin beschäftigte ich mich intensiv mit diesem Thema. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als unvorbereitet offenen Auges in eine Notsituation zu schippern und keiner da ist, um helfen zu können. Dabei denke ich auch an meine ältere Verwandte, die dann alleine und ängstlich in ihrer dunklen und kalten Wohnung sitzt und nicht genug zu trinken oder zu essen hat. Deshalb begann ich schon vor geraumer Zeit mir Gedanken zu machen, wie ich mit meinem geringem Auskommen ein kleines Notpaket schnüren konnte und trotzdem über die Runden kommen würde. 

Viele meiner Freunde und Verwandten belächeln mich für meine Vorsorge. Sie nehmen die ernste Lage nicht wahr. Erst vor wenigen Tagen hörte ich einen Bericht in den deutschen Medien, das aufgrund der hohen Gas- und Energiepreise, es Lieferengpässe für das sogenannte AdBlue gäbe. Ohne diesen seit Jahren gesetzlich vorgeschriebenen Zusatzstoff für Schwerlastfahrzeuge ist ein weiterfahren des Lastwagens lt. Gesetz nicht zulässig. Einfach ausgedrückt: Ein beliefern des Handels mit Lebensmitteln, Medikamenten, Heizstoffen und vieles mehr, wäre dann in unserer gewohnten Art und Weise nicht mehr möglich. 

 

Sollte dieser Zustand eines Blackout`s nicht eintreffen, kann ich meine Vorräte für andere Notlagen wie z.B. bei einem Stromausfall oder einer Stromabschaltung verwenden. Ich habe mich jetzt mit dem Beschaffen lebensnotwendiger Dinge entschieden, da sie noch relativ erschwinglich und für längere Zeit haltbar sind.

 

Zu mehr Informationen für den Ernstfall, kann ich Euch Tom von "stromausfall-info" auf Youtube empfehlen. Seine Themen: Blackout-Vorbereitung, Produktvorstellungen und praktische Tipps. Vielen Dank Tom, das ich mit deinen Videos mein Wissen erweitern konnte.

 

Mehr Videos von Tom findet ihr im unteren Bereich der Seite oder bei Intersse selbst auf Toms Website stöbern.

           https://www.youtube.com/c/stromausfallinfo/videos

 

Essen

In einem Baumarkt besorgte ich mir einen Campingkocher mit dazu gehörender Gaskartusche und begann bei jedem Einkauf mindestens ein Dosengericht mitzunehmen. Sei es jetzt Reisfleisch, gefüllte Paprika, Linsengulasch, Gulasch oder Fischkonserven, Aufstriche usw...  Aus eigener Erfahrung als Lkw-Fahrerin weiß ich, das diese Gerichte durchaus essbar und länger haltbar sind. Nudeln, Suppen, Backerbsen, Reis und Sugo sind ein wichtiger Bestandteil meines Vorrates. Schnellgerichte wie Käsespätzle oder Nudelgerichte im Becher, welche nur wenig Wasser benötigen, finde ich auch eine gute Idee. Als Beilage finden sich Gurken, Senfgurken und konservierte Paprika in meinem Vorratsschrank ein. Für Vitamine sorgen Gemüse, Ananasdosen sowie eingelegte Kirschen. Sollte mich einmal der große Frust einholen, werde ich mir noch eine große Portion an Schokolade und Müsliriegel zulegen. 

Durch Zufall erfuhr ich, das es im Internet auf mehreren deutschen Seiten Dosenbrot gibt, das noch leistbar und vor allem ab einer gewissen Summe Portofrei ist. Um das Angebot an Brot zu erweitern, erstand ich einige Packungen Knäckebrot, Zwieback und Biskotten in unseren hiesigen Geschäften.

 

Trinken

Natürlich ist Wasser auch ein wichtiger Bestandteil, um überleben zu können. Fachleute raten bis zu drei Liter am Tag - pro Person. Diesen Vorrat muss ich noch vervollständigen, denn ich will mein Trinkwasser nicht zum kochen, Zähne putzen oder für den Toilettgang verbrauchen. Hierfür gibt es verschiedene Ausführungen an Wassersäcken oder Kanistern, die man auch im Keller lagern kann. Um das kostbare Nass für längere Zeit bakterienfrei zu halten, sollte man ein Konservierungsmittel beifügen. 

Kaffee und Tee sind natürlich auch vorrätig. Für das Aufbrühen genügt ein wiederverwendbarer Filter, den man einfach auf die Tasse aufsetzt, Instant- oder gemahlenen Kaffee einfüllt und heißes Wasser darüber gießt.

 

Medikamente

Ein wichtiges Thema, das ich auch nicht vergessen sollte. Ich werde mich in etwa für einen Monat mit den notwendigen Medikamenten eindecken, um wirklich gut über die Runden zu kommen. Ein wichtiger Bestandteil meiner Notfallbox wird auch ein erste Hilfe Koffer sein, denn sollte ein Nachbar Hilfe benötigen, möchte ich helfen können. 

 

Ich habe ja bedauernswerter Weise kein Haustier, aber hätte ich eines, würde ich all diese Dinge auch für meinen Liebling in den benötigten Mengen bereithalten.

 

Licht 

Für mich stand eines fest, ich möchte nicht noch mehr Kerzen kaufen, als ich schon habe. Es musste eine andere Lösung her. Vor langer Zeit hatte ich mir mal im Angebot in einem Baumarkt eine Solarlampe mit zusätzlicher USB-Aufladung gekauft. Deshalb begann ich im Internet gezielt danach zu suchen und wurde auch fündig. 

Eigentlich gedacht für den Außenbereich von Garageneinfahrten, Gärten oder Zäunen. Aber nachdem ich die Beschreibung und Bewertungen gelesen hatte, war ich überzeugt - das ist das richtige Leuchtmittel für mich. Da der Bewegungsmelder wasserdicht ist, kann ich ihn am Tag auf´s Fensterbrett legen, um ihn aufzuladen. Mit einer Vorteilspackung von vier Stück und drei verschiedenen Modi´s bin ich gut gerüstet, wenn es dunkel wird. Auch die Handlichkeit gefällt mir, ich kann ihn überall mitnehmen oder im Bett ein Buch lesen, wenn ich Lust dazu habe. Und das wichtigste, ich riskiere keinen Wohnungsbrand wie es bei einer Kerze der Fall sein könnte, wenn ich einschlafe. 

Natürlich ist speziell im Internet die Auswahl dieser Lampen groß und jeder meiner Freunde, die ich auf diese Art zu leuchten aufmerksam gemacht habe, hat sich individuell für seine Person die richtige Lampe ausgewählt. 

Zusätzlich zu diesem Exemplar bin ich im Outdoorbereich auf zwei weitere Solarlampen gestoßen, welche mit Batterien und USB Kabel aufladbar sind. 

 

 

Schon seit längerem war ich auf der Suche nach einer Solarlampe mit gedämpften Licht, fand jedoch nicht das richtige Leuchtmittel. Bis ich vor ein paar Tagen an einem Schräbergarten vorbei ging. Diese Lampen eignen sich hervorragend (auch ohne Blackout) als Hintergrundbeleuchtung. Am Tag nehme ich den Stiel weg und lege den oberen Teil einfach aufs Fensterbrett, um ihn bei Sonne aufzuladen. Bei Anbruch der Dunkelheit füge ich den Stiel wieder an und stecke ihn in den Blumentopf. Die Lampen lassen sich nicht ausschalten, aber ich muss mir keine Sorgen machen, weil das Glas nicht warm wird. 

 

Nachrichten

Besonders wichtig, um auf dem Laufenden zu bleiben, ist es Nachrichten hören zu können, da wahrscheinlich Handy´s bzw. Smartphones bei einem Blackout nicht mehr funktionieren werden.  Deshalb habe ich auf willhaben ein neues Radio mit Batteriebetrieb günstig erworben. Um auf der sicheren Seite zu sein, besorgte ich noch mehrere Packungen Ersatzbatterien.

 

Heizen

Nach langer Suche in den Internetportalen, fand ich endlich die richtige Blackoutheizung für mich. Ich stieß auf ein Zibro Petroleumheizgerät mit Batteriezündung, das auch für Innenräume (bei ausreichender Belüftung) geeignet ist. Eine sichere Möglichkeit bei Stromausfall den Raum warm zu halten. Der Ofen verfügt nicht nur über einen integrierten Co2 Wächter, sondern ist auch mit einer Kipp und Stoßsicherung ausgestattet. Im Falle das er fällt oder gestoßen wird, schaltet sich die Heizung sofort aus. Zudem ist der Tank auslauf sicher. Außerdem gewährt die Firma Zibro eine 4 Jahresgarantie auf all deren Öfen. Einziges Manko für diese Art zu heizen, man sollte nur reines bwz. hochwertiges Petroleum verwenden...und Qualität hat eben seinen Preis.

https://zibro-ofenshop.de/produkt/zibro-rs-1220-inkl-petroleum-mit-co2-waechter-notofen-ohne-strom-ab/

 

 

Sicherheit

 

Sollte mir in dieser Zeit der Dunkelheit doch eines der Lebensmittel ausgehen, werde ich mir einen Notgroschen in Form von Münzen und kleinen Scheinen zulegen. Außerdem lege ich mir einen Notfallrucksack (mit allen wichtigen Dokumenten, Geld, Medikamenten und Ersatzbekleidung) bereit, um im Falle gerüstet zu sein, wenn ich aus welchem Grund auch immer, die Wohnung verlassen müsste.

Nach Absprache mit den Freunden und meiner Tante, werden wir uns im Falle eines Blackouts bei mir treffen. Um die Zeit gut und sicher zu überstehen, erstand ich einen 6kg Feuerlöscher der Brandklassen A, B und C. Zwei zusätzliche Löschdecken runden das Angebot auf.

 

Gerne bin ich Euch telefonisch oder persönlich behilflich beim Zusammenstellen der Waren Eures Notfallpaketes.

 

Wir alle hoffen, das diese Notsituation nie eintreffen möge. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Glück, liebe Grüße Regina

 

Vielen Dank Tom, für die Bereitstellung deiner Videos, Gruß Regina

 

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© Die Frau im Truck - 60 Kilo auf 40 Tonnen