Inhalt

                                                    Kapitel 01 *** Glückliche Jahre

                                                    Kapitel 02 *** Tausend Schafe

                                                    Kapitel 03 *** Falsches Spiel

                                                    Kapitel 04 *** Exotische Begegnung

                                                    Kapitel 05 *** Fernfahrergeschichten

                                                    Kapitel 06 *** Verflixte Freitagspannen

                                                    Kapitel 07 *** Eigentor

                                                    Kapitel 08 *** Im Reich der Penner

                                                    Kapitel 09 *** Beifahrerflausen

                                                    Kapitel 10 *** Delikt Nummer fünf

                                                     Kapitel 11 *** Jugendsünden

                                                    Kapitel 12 *** Anfängerpech

                                                    Kapitel 13 *** Durch dick und dünn

                                                    Kapitel 14 *** Historische Stadt Steyr

                                                    Kapitel 15 *** Traumtänzer

                                                    Kapitel 16 *** Bordsteinschwalben

                                                    Kapitel 17 *** Liebe auf den dritten Blick

                                                    Kapitel 18 *** Gefahr Autobahn

                                                    Kapitel 19 *** Notruf 122 und 144  

                                                    Kapitel 20 *** In Gedenken  Kapitel 21 *** Auf Tour  

                                                    Kapitel 22 *** Oh, Du Fröhliche        

                                                    Kapitel 23 *** Verletzt   

                                                    Kapitel 24 *** Gefährliche Begegnung

 

Kapitel 1 -  Glückliche Jahre

Die Wochen vergingen und ich wurde wie ein vollwertiges Mitglied in meiner neuen Firma aufgenommen. Wir waren eine Gruppe von insgesamt 11 festangestellten Chauffeuren, die nicht nur aus Österreichern bestand. Gerade in der Anfangszeit hatte ich Schwierigkeiten, mit den ausländischen Fahrern warm zu werden, denn sie beäugten mich monatelang misstrauisch. Der jugoslawische Kollege, Dragan genannt, sprach fast ein halbes Jahr kein Wort mit mir. Oft war ich dazu gezwungen, ihn von Graz mitzunehmen, da er seinen Lkw über das Wochenende bei einer Spedition stehen lassen musste. Ich war ihm beim Einräumen seiner Schmutzwäsche und sonstigen Taschen behilflich und versuchte freundlich zu sein, doch durch seine abweisende Art, fiel mir das schwer. Natürlich versuchte ich Dragan in ein Gespräch zu verwickeln, doch er wollte mir nicht antworten. So fuhren wir stillschweigend, in bedrückter Stimmung Richtung Firma. Obwohl mich sein Verhalten tief verletzte, musste ich doch geduldig sein, denn ich wusste sehr wohl, dass für die meisten Ausländer eine Frau hinter den Herd gehörte, weil sie eine andere Mentalität gegenüber dem weiblichen Geschlecht hatten. Doch meine Geduld zahlte sich aus und eines Tages, Monate später, brach er sein Schweigen.

   Emre, ein Türke, war schon ein anderes Kaliber. Er war wirklich ein schöner Mann, doch ich würde mich nie auf ein Abenteuer mit einem Kollegen einlassen. Doch versuchte er mich, gerade in der ersten Zeit zu verführen, mit all seinen für ihn möglichen Mitteln. Als er bemerkte, dass sein Charme bei mir nicht wirkte, wurde er zudringlich. Ich war für Ihn zu seinem persönlichen Spielzeug geworden, das äußerte sich so, dass er mir bei jeder Gelegenheit wo wir alleine waren, auf den Po oder auf den Busen tatschte. Für ihn war ich Freiwild und oft wurde es mir so zu bunt, dass mir daraufhin die Hand ausrutschte und ich ihm eine knallte. In so einem Moment sah ich, wie er sich mühsam beherrschen musste, um mir keine Abreibung zu verpassen. Doch gab es auch ruhige Minuten, wo ich langwierig versuchte, ihm meine Lage zu erklären. Dass ich nicht sein Eigentum war, wo er sich jederzeit bedienen könnte. Genau wie bei Dragan, akzeptierte er mich erst nach einer gewissen Zeit. 

   Aber ich wurde belohnt für meine Geduld mich nicht vertreiben zu lassen, denn als diese Gewöhnungszeit vorüber war, konnte ich mit Stolz sagen, ich hatte die besten Kollegen, auf die ich mich jederzeit und in jeder Situation verlassen konnte. Das galt auch für die anderen Fahrer in unserer Firma, die mich von Anfang an wie selbstverständlich in ihren Kreis aufgenommen hatten. Ich war stolz darauf, in so einem Betrieb arbeiten zu dürfen und bei allem mit von der Partie zu sein. Wir hatten keine kompletten Touren, nein, ganz im Gegenteil, bei uns wurden nur Sammeltransporte gefahren. Das hieß, wenn ich von zu Hause losfuhr, musste ich zuerst bei der Spedition abladen, bevor ich zu mindestens vier weiteren Betrieben fahren konnte, um dort den Rest loszuwerden. Dann wurde ich von dem zuständigen Disponenten angewiesen, wieder laden zu fahren. Wenn die Verladung dann abgeschlossen war, musste ich den Lastwagen von der Rampe fahren und mir einen Stellplatz suchen. Nun hieß es auf Papiere warten...        

   Auch wenn der Arbeitstag eines Fahrers um die 15 Stunden andauerte, war diese Zeit oft viel zu kurz. Jeder von uns weiß, wie es auf den Straßen Europas aussieht. Immer wieder musste man mit Verzögerungen rechnen und wenn es keinen Stau oder eine Sperre auf der Autobahn gab, dann musste der Kutscher mit zu niedrigen Brücken oder Tonnage- Beschränkungen auf der Bundesstraße rechnen. In so einem Fall waren wir gezwungen, uns eine Alternativroute zu suchen wenn keine Umleitung beschildert war, wobei wir des Öfteren nicht wussten, wo wir rauskommen würden. Hin und wieder passierte es auch, dass die Büroadresse auf dem Lieferschein angegeben war und wir in Wohngebiete fahren mussten, was aber meistens katastrophale Auswirkungen hatte.

   So wie es mir ganz am Anfang einmal in Wien passiert war und ich in den ersten Bezirk gelotst wurde. Ahnungslos lenkte ich mein Fahrzeug in den verbotenen Stadtteil und obwohl es mir komisch vorkam, dass ich hier mitten in einem Wohngebiet abladen sollte, fuhr ich weiter. Noch war Platz genug, dass ich mit meinem 2,50 Meter breiten Fahrzeug in der Straße durchkam, doch ein Pkw durfte sich mir nicht mehr auf der Gegenfahrbahn nähern, sonst würde alles zum Stillstand kommen. Nach ein paar Metern wurde die Straße noch enger und ich war gezwungen, die Spiegel bei den parkenden Fahrzeugen links und rechts einzuklappen, um sie nicht zu demolieren. es dauerte nicht lange und ich kam endgültig vor einem Springbrunnen zum Stehen. Die Autos hinter mir eröffneten ein Hupkonzert und ich wurde noch nervöser als ich ohnehin schon war. Da es sechs Uhr in der Früh war, wurden natürlich auch die Anrainer geweckt und irgendeiner von den Bewohnern erbarmte sich und rief die Polizei. Als die Beamten endlich einen Weg fanden, zu mir durchzudringen, freute ich mich fast sie zu sehen...

Erklärung

In allen Firmen wo ich als Lastwagenfahrerin tätig war, musste ich mich erst beweisen, um akzeptiert zu werden. Im Rückblick in die Vergangenheit, kann ich die Reaktionen der Männer besser verstehen. Im zweiten Teil meines Buches wird unter anderem auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Mann und Frau ausführlich beschrieben und welche Probleme sich daraus ergeben.

Kapitel 6 - Fernfahrergeschichten

Wieder einmal hatte ich ein hartes Wochenende mit Peter hinter mich gebracht, deshalb war ich fast froh, endlich von zu Hause wegzukommen. Die ständigen Eifersuchtsszenen und hartnäckigen Versuche, mich in eine Hausfrau zu verwandeln, zerrten an meinen Nerven. Wehmütig dachte ich an die Zeit zurück, als wir uns kennengelernt hatten und er beharrlich um mich warb. 

   Nach dem schlimmen Erlebnis in Frankfurt am Main, konnte ich an den freien Tagen, mein zu Hause nicht verlassen. Die Zeit war nötig, um mich von dem brutalen Angriff zu erholen. Ich wurde unzuverlässig meinen Verwandten, Geschwistern und Freunden gegenüber. Deshalb hielt ich einige von den vereinbarten Treffen nicht ein, da ich das Gelächter und die gute Laune nicht ertragen konnte. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, mich nicht unterkriegen zu lassen, wurde ich dennoch schwach. Wochen später erwachte ich aus meiner Lethargie und vieles normalisierte sich wieder. Das aufgesetzte Lächeln und die vorgegaugelte Fröhlichkeit wichen einem ungekünstelten Lachen und die toten Augen erwachten wieder zum Leben.

   Aus unerfindlichen Gründen wählte ich eines Samstagsabends ein Pub, das mir völlig fremd war. Neugierig trat ich ein und nahm wie selbstverständlich an der voll besetzten Bar Platz. An diesem Abend lernte ich wahrlich nur geschiedene Männer kennen. Mein lautes Lachen erschallte in dem Raum, denn jeder von den fremden Kerlen buhlte um meine Aufmerksamkeit. Ich war es nicht gewohnt, so umworben zu werden und genoss diese ungewöhnliche Situation. Stunden später wurde es Zeit für mich zu gehen, um für die morgige Abfahrt um 22:00 Uhr fit zu sein. Wie schon lange nicht mehr so glücklich, schlief ich zum ersten Mal die ganze Nacht durch, ohne jegliche Albträume oder Schweißausbrüche. Ich war bereit, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. In den kommenden Wochen besuchte ich immer wieder das Lokal, wo ich mich jedes Mal so prächtig amüsierte, wie am ersten Tag. Stundenlang diskutierten wri über Gott und die Welt und über meinen Job als Kraftfahrerin. Es tat mir gut mit Fremden zu reden, auch wenn es meist um Belangloses ging. Die Anerkennung über meine Leistung als Frau machten mich stolz und ließen meine Stärke und mein Selbstbewusstsein wachsen. Als ich eines Tages wieder mein neues Stammlokal besuchte, entdeckte ich einen jungen Mann, der mir noch nie in dieser Lokalität aufgefallen war. Obwohl er sich nicht für mich zu interessieren schien, grüßte er freundlich zu mir rüber und ich erwiderte seinen Gruß. Sogar als ich mich von allen Anderen verabschiedete, winkte er mir zu. Immer wieder musste ich während der folgenden Wochen an ihn denken und ich konnte es kaum erwarten, ihn wiederzusehen.

   Ein über Jahre vergessenes Gefühl schlich sich in der Bauchgegend ein, ich sehnte mich nach Liebe und Zärtlichkeit. Eigentlich konnte ich mir die Besuche in der Kneipe nicht auf Dauer leisten, doch wie aus einem inneren Zwang kratzte ich die letzten paar Euro zusammen, um erneut in die Bar gehen zu können. Auch Peter, der gutaussehende Fremde gesellte sich immer häufiger dazu, um in unserer Runde zu verweilen. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, und ich lernte ihn im Laufe der Zeit zu schätzen. Er war ein guter Zuhörer, dem ich meinen Kummer und die nicht enden wollenden Sorgen anvertrauen konnte. Als wir in unserer Kennenlernphase waren, sprachen wir natürlich auch über meine derzeitige Situation. Es imponierte mir, dass er jedes noch so unangenehme Thema ansprach und nicht gleich "seine Beine in die Hand nahm" und die Flucht ergriff. Doch wie es schien, war die verständnisvolle Zeit nur vorgegaugelt, um mich in seinen Bann zu ziehen. Und ich, war wie ein dummes Huhn in seine Falle getappt.

   Ich hatte keine Freude mehr an den Telefonaten mit meinem Liebsten, sondern sträubte mich fast dagegen. Immer nur die ständigen Vorhaltungen bei den kurzen Gesprächen zu hören, ließen mich widerwillig zum Hörer greifen. Mein Partner glaubte wirklich daran, dass ich als Lkw-Fahrerin, mit meinem tonnenschweren Truck, nur eines im Schilde führte. Mir in den Kneipen, Raststätten oder Autohöfen einen Lover für die Nacht zu suchen. Oft ärgerte mich diese naive Denkungsweise, doch konnte man Peter und den anderen Unwissenden nicht böse sein, denn sie wussten es ja nicht besser. Trotzdem machte sich keiner von ihnen je die Mühe herauszufinden, ob sich diese weitverbreitete These bewahrheitete oder nicht. 

Kapitel 14 - Historische Stadt Steyr

Nicht nur einmal half ich einem fremden Lkw-Fahrer aus der Patsche, der auf der Suche nach einer Firma in meiner Heimatstadt Steyr war. Auf der einen Seite versperren ihm die engen Straßen den Weg und auf der anderen der kleine Torbogen mit einer Höhe von 3,60 Meter, der ins historische Zentrum führt.

Ich komme jedes Mal ins Schwärmen, sobald ich an Steyr denke, wenn ich für längere Zeit nicht daheim bin. Gesetzt den Fall ich bin zu Hause, genieße ich den Ausblick vom Restaurant Taborturm. Meist kann ich es nicht lassen, die altertümliche Treppe ins Stadtinnere zu begehen, um ins Zentrum zu gelangen. Von der Kirche St. Michael, kurz und bündig Michaeler Kirche genannt, führt der Weg weiter über Zwischenbrücken.

Auch hier muss ich wieder anhalten, um Elan für meine Abfahrt am Sonntag um 22:00 Uhr zu tanken. Ich brauche keine großartigen Geschenke, um mich daran zu erfreuen. Eine schöne Landschaft, wie die Aussicht auf den Fluss mit den winzigen Steinstränden, die im Sommer für einige Sonnenhungrige als Badeplatz dienen, gibt mir neue Kraft. Jedoch im Winter genauso eine Augenweide, mit den verschneiten Baumwipfeln und den Schwänen, die dort Zuflucht suchen.

Steyr hat einiges zu bieten, nicht nur für den Tourismus, auch für die Einheimischen.

Erst vor kurzem, im Jahre 2014 besuchte ich zum ersten Mal das Weihnachtsmuseum, da ich bis dahin keine Ahnung hatte, dass es so eine Attraktion bei uns gibt. Die Erfahrung, mit der hauseigenen Erlebnisbahn durch die internationale Weihnachtswelt, bestehend aus: etlichen Krippen, Christkind, Baumschmuck, Puppen und Puppenhäusern gefahren zu werden, versetzt mich zurück in meine Kindheit.

 

Um meine Runde fortzusetzen, gehe ich weiter Richtung Schloss Lamberg. Das alte Gemäuer dient nicht nur für heiratsfähige Brautpaare zur Eheschließung, sondern auch für Kulturabende oder sonstige Veranstaltungen. Der Blick von der Außenmauer in den Burggraben, bringt mich zum Lächeln, wenn ich die Steinböcke friedlich grasen sehe. Am angrenzenden Schlosspark ist es dann soweit, meine erste Pause am romantischen Fischteich einzulegen. Doch noch habe ich nicht genug, ich gehe weiter durch den Park Richtung Vogelhäuschen und lege auch dort eine kurze Rast ein. Erst als ich genug von dem Gezwitschere habe, marschiere ich durch die Grünfläche und laufe über eine der vielen engen Treppen ins Zentrum.

Immer wieder vergleiche ich unterwegs andere Städte mit meiner Heimatstadt, doch keine kann bei Weitem, Steyr das Wasser reichen. Schon alleine der Anblick der restaurierten Gemäuer, die den gesamten Stadtplatz zieren, lassen mich damals, so wie auch heute, vor Stolz erbeben. 

Kapitel 20 - In Gedenken

Inzwischen hatte mein Chef mehrere Fahrer aus Ostdeutschland eingestellt, da sich in unseren Breiten anscheinend keine vernünftigen Chauffeure mehr fanden. Eines Tages fuhr wieder ein Neuer auf den Hof und stellte sich vor. Der ältere Mann nannte zwar seinen Familiennamen, jedoch im selben Atemzug auch seinen Spitznamen. Von dem Moment an war er einfach kurz und bündig der Koko für mich. Der Arbeitskollege war wie alle anderen Fahrer in unserer Firma kollegial eingestellt und wurde im Laufe der Zeit ein Freund für mich. 

Koko hatte eine Art, die Vertrauen einflößte und ich wusste hundertprozentig, dass er die vielen Gespräche, die ich mit ihm führte, nie weitererzählen würde. Die Probleme mit Peter belasteten mich so sehr, dass ich mich oft vor Magenschmerzen auf dem Fahrersitz krümmte und deshalb fast nicht mehr fähig war, meinen Dienst ordnungsgemäß auszuführen. Die Wut und der Frust, die sich im Laufe der Zeit gegenüber meinem Lebensabschnittspartner aufgebaut hatten, wurde mit jedem Gespräch, wleches ich mit meinem Arbeitskollegen führte, weniger.

Nur seiner Geduld hatte ich es zu verdanken, dass ich nach einiger Zeit wieder Vertrauen in die Gesellschaft fassen konnte.

Die Monate vergingen und eines Tages war Koko wie vom Erdboden verschwunden. Er fehlte mir und auch die Gespräche mit ihm. Als ich meinen Chef am Firmengelände antraf, sprach ich ihn auf das Fehlen meines Kumpels an und er erklärte mir, dass unser Arbeitskollege krank war. Mehr wollte mein Boss auch nicht dazu sagen.

Es dauerte etliche Wochen, bis Koko endich wieder mit der Arbeit begann. Der Kerl war schon immer so dünn wie ein Strichmännchen gewesen, doch jetzt war fast nichts mehr von ihm übrig. Mit eingefallenen Wangen und einem kaum spürbaren Händedruck begrüßten wir uns. Die Augen, die noch vor Kurzem Freude und Lebensmut ausgestrahlt hatten, waren glanzlos und traurig geworden. 

Es tat mir im Herzen weh, was in der kurzen Zeit aus diesem Mann geworden war. Natürlich war ich neugierig, warum der Fahrer sichtlich aufgegeben hatte, doch wollte ich ihn nicht bedrängen. Irgendwann würde er mir erzählten was passiert war, dachte ich jedenfalls. Mein Kollege und Freund verkroch sich in sein Schneckenhaus und eines Tages war er einfach nicht mehr da.

Die Kollegen und ich bekamen nach wenigen Wochen die Nachricht, dass unser Arbeitskollege und Freund verstorben war. Ich war traurig darüber, dass ich ihn nicht auf dem letzten Weg begleiten konnte. 

Auch die Firma Maller machte sich Gedanken darüber und Tage später kam unser Chef mit dem Vorschlag, dass wir alle nach Deutschland fahren könnten, um Kokos Grab zu besuchen.

Das darauffolgende Wochenende machten wir uns auf den Weg zu unserem verstorbenen Kollegen und fuhren zu Kokos Grab. Im Stillen verschiedete ich mich von meinem liebgewonnenen Weggefährten und konnte nur unter Mühen meine Tränen unterdrücken. 

Wir blieben eine Weile im Friedhof stehen, um anschließend zu einer Art Gedenkfeier in ein Gasthaus, nahe unserer Schlafstelle zu fahren. 

Bis heute weiß ich nicht, wer diese Fahrt bezahlt hatte, aber ich glaube Herr Maller und seine Frau. 

Welcher Vorgesetzter würde für seine Fahrer so eine Reise organisieren, um dem langjährigen Arbeitskollegen und Freund die letzte Ehre erweisen zu können?

Dafür möchte ich mich nochmalig herzlichst bei Herrn Maller und seiner Familie bedanken!

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© Die Frau im Truck - 60 Kilo auf 40 Tonnen