Die Frau im Truck - Teil 1

Hier einige Leseproben aus meinem Buch, um sich ein Bild von meiner Autobiografie  "Die Frau im Truck - 60 Kilo auf 40 Tonnen" machen zu können. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen

Eure Truckerlilly

 

Kapitel

 

                                                         Kapitel 01 *** Neubeginn

                                                         Kapitel 02 *** Aller Anfang ist schwer

                                                         Kapitel 03 *** Der Weg ist nicht immer das Ziel

                                                         Kapitel 04 *** Fernfahrerfieber   

                                                         Kapitel 05 *** Der Überfall

                                                         Kapitel 06 *** Der Einser

                                                         Kapitel 07 *** Tunnelangst

                                                         Kapitel 08 *** Kollegialität

                                                         Kapitel 09 *** Gefährliches Gut

                                                         Kapitel 10 *** Die rollende Landstraße

                                                         Kapitel 11 *** Wunderschönes Hamburg

                                                         Kapitel 12 *** Sekundenschlaf

                                                         Kapitel 13 *** Liebesabenteuer

                                                         Kapitel 14 *** Die Polizei mein Freund und Helfer

                                                         Kapitel 15 *** Ritt in die Prärie

                                                         Kapitel 16 *** Hochwasser

                                                         Kapitel 17 *** Beziehungskiller Arbeit

                                                         Kapitel 18 *** Auf Umwegen

                                                         Kapitel 19 *** Abenteuer Schweden

                                                         Kapitel 20 *** Titanic

                                                         Kapitel 21 *** Ein Hauch von Sünde

Kapitel 1 -Neubeginn

Anfang Sommer begann ich zu suchen, und es war Mitte Winter als ich meinen ersten Job bekam. In diesen sechs Monaten hatte ich mich bei über 120 Firmen vorgestellt, die mich nur testen wollten oder mir eine Abfuhr erteilten. Eine Frau in einem Männerjob? Nein, das konnte nicht sein! Aber ich gab nicht auf und beim 123. Transportunternehmen klappte es dann auch endlich. Mein neuer Chef war begeistert, dass eine Frau erstmals in seinem Betrieb anfangen sollte. Die Trucks von meiner neuen Firma standen in Wels in einem Industriegebiet. Ich sollte am 15. Jänner 1994 um 17:00 Uhr vom Platz wegfahren. Mann, war ich aufgeregt! Meine erste Reise in einem tonnenschweren Lkw, und das ganz alleine. Ich machte mir zu diesem Zeitpunkt nicht einmal Gedanken darüber, ob ich dieses schwere Gefährt überhaupt schalten konnte, denn mein Dienstgeber nahm ja an, dass ich es konnte. Ein schwerer Fehler, wie sich dann noch herausstellen sollte.

Meine Familie wollte es nicht glauben, dass ich wirklich eine Stelle als Lkw-Fahrerin gefunden hatte. Irgendwie dachten sie doch, dass die ganzen Bemühungen um den Führerschein und dann die Arbeitssuche zu meiner Gesundung gehörten. Sie wussten nicht, wie sie darauf reagieren sollten, denn Frauen gehörten damals hinter den Herd und sollten ausschließlich kochen, putzen und Kinder kriegen. Mit der Zeit gewöhnten sich meine Schwestern dann doch an den Gedanken, aber von vielen Bekannten wurde ich nicht ernst genommen. Sie gaben mir eine Woche, vielleicht einen Monat und dann würde ich doch alles hinwerfen, dachten sie.        Zu dieser Zeit war mir nicht klar, wie hart dieser Job werden würde und wie viele Entbehrungen man auf sich nehmen musste, um dieses Leben als Fernfahrerin führen zu können. Am Montag packte ich einige meiner Klamotten zusammen - viel zu wenige, wie sich dann noch herausstellen sollte. Dann machte ich mich auf den Weg zu meinem Chef in die neue Firma und wir besprachen die vorgesehene Route und in welcher Reihenfolge ich die Ware abladen sollte. Es waren drei Entladestellen, also drei verschiedene Firmen in Deutschland. Überall hatte ich einen Termin, denn ich nicht versäumen durfte. Damals gab es noch keine Navigationsgeräte, also musste ich so schnell wie möglich Kartenlesen lernen. Ich hatte es mir so einfach vorgestellt, aber da hatte ich mich gewaltig geirrt, denn in Deutschland gab es viel mehr Straßen und Autobahnen als in Österreich. Nach dem Gespräch fuhr ich dann mit meinem Pkw zum Firmenparkplatz und machte mich auf die Suche nach meinem neuen Gefährt. Es war ein riesiger Parkplatz und genau in diesem Moment sah ich Ihn. Mein Gott! Wenn ich an diesen Augenblick zurückdenke, wie war ich stolz darauf, dass ich es endlich geschafft hatte, meine Träume und Ziele verwirklicht zu sehen. Ich holte meine Klamotten aus dem Pkw und verstaute alles auf die Schnelle im Lkw. Danach parkte ich mein Auto auf dem Firmenparkplaz und kletterte in das Führerhaus. Meine Kleider waren schnell verräumt, das Bett überzogen und somit war ich endlich fahrbereit. Ich setzte mich auf den Fahrersitz, vor mir das riesige Lenkrad. Dann suchte ich die Schaltung. Jetzt wurde es brenzlig. Wie sollte ich dieses Ding vom Fleck bewegen? Ich musste den Lkw starten, denn es war eiskalt und mir kam es so vor, dass es drinnen noch kälter war als draußen. Alles, was ich in der Fahrschule gelernt hatte, hatte ich vor Aufregung vergessen. Nervosität kam in mir hoch und dadurch konnte ich auch nicht mehr klar denken. Meine nächste Idee war, alles wieder auszuräumen, und die Flucht zu ergreifen. Ich konnte ja nicht einmal wegfahren! Wie sollte ich es schaffen, den tonnenschweren Lkw vom Platz wegzubewegen? Mein Chef beobachtete mich aus einiger Entfernung, wie ich erst jetzt bemerkte, und so nahm ich meinen ganzen Mut zusammen. Erneut versuchte ich, den Lkw wenigstens einmal vom Parkplatz wegzubekommen. Ich stieg auf die Kupplung und drückte den Gang sanft nach vorne. Es krachte, aber es tat sich nichts. Verzweiflung pur. Was für eine Blamage!

Obwohl es in der Kabine noch immer bitterkalt war, spürte ich, wie ich in Schweiß ausbrach. Als mir wieder bewusst wurde, dass ich hinter den Bäumen einen stillen Beobachter hatte, der mich kritisch unter die Lupe nahm, vergaß ich all meine Ängste. Ich kuppelte zweimal so, wie ich es in der Fahrschule gelernt hatte, und drückte vor lauter Wut und Verzweiflung mit aller Gewalt den Schaltheben nach vorne. Es krachte zwar wieder, aber diesmal leiser als zuvor und der Gang war drinnen. Eigentlich sollte ich die Kupplung langsam kommen lassen, aber das funktionierte nicht. Der Lkw machte einen Satz nach vorne und nach diesem Schreck schaltete ich gleich in den zweiten Gang. Mit überhöhter Drehzahl und lautem Motorengeräusch schlich ich auf die Kreuzung zur Hauptstraße und auch diesmal hatte ich Glück, denn es war kein Auto in Sicht. Als mein Chef gesehen hatte, wie "gut" ich die Situation meisterte, fuhr er winkend davon. Wenn er gewusst hätte, wie viele Nerven mich die paar Meter gekostet hatten, dann hätte er mich mit Sicherheit nicht losfahren lassen. Aber wie sagt man so schön? 

Was der Chef nicht weiß, macht Ihn nicht heiß...

Erklärung

Als ich meine erste Fahrt in die Ferne antrat, hatte ich null Praxis. In meiner Familie und meinem damaligen Freundeskreis gab es keine Chauffeure die mir in Punkto Technik behilflich sein konnten, also fuhr ich Grünschnabel einfach los. Auch war es nicht geplant, mitten im Winter bei meiner ersten Arbeitsstelle zu beginnen. Mir war nicht wohl, bei Schnee und Eis die Reise ins Unbekannte antreten zu müssen, und doch wagte ich diesen Schritt. Erst im Laufe der Zeit lernte ich, meinen 38 Tonnen schweren Lkw richtig zu schalten und wie ich in einer Gefahrensituation reagieren muss, wie z.B. bei einer Vollbremsung. Natürlich konnte ich auch das Kettenanlegen nicht oder wie man einen Stadtplan bzw. eine Straßenkarte lesen musste...

Kapitel 12 - Sekundenschlaf

Der Staplerfahrer sah mich am Tor stehen und kam zu mir, mit der Aussage, dass ich wieder schlafen gehen konnte. Wenn er mit dem Laden fertig war, würde er an meine Tür klopfen. Wenn ich dann mit dem Zumachen der Plane fertig war und den Motorwagen mit dem Hänger verbunden hatte, sollte ich zu ihm ins Lagerbüro kommen, damit er mir meine Papiere aushändigen konnte.  Ich nickte nur und mit einem müden Danke drehte ich mich um und ging zurück in mein Fahrerhaus, verschloss es, diesmal ohne Gurten, zog mich aus und fiel sofort wieder in einen tiefen, unruhigen Schlaf. Noch war mir nicht bewusst, was es hieß, an der Rampe zu schlafen, während der Lastwagen geladen wurde.  

Jedoch als ich gerade eingenickt war, wurde ich durch einen lauten Krach, wie wenn Metall auf Beton schlug, erneut geweckt. Der Staplerfahrer fuhr mit einem Hurra auf die Ladefläche meines Trucks und jedes Mal wenn die Räder des schweren Arbeitsgeräts über den Mittelteil der Rampe fuhren, erklang ein dumpfer, lauter metallischer Schlag. Außerdem wurde der Truck durch die Wucht des schweren Geräts regelrecht in die Höhe gehoben und so war an schlafen nicht mehr zu denken. Im Laufe der Nacht wurde es ruhiger und ich konnte doch erneut einpennen, aber wie mir schien, wurde ich nach kürzester Zeit wieder durch lautes Klopfen und starkes Schwingen meines Fahrerhauses geweckt. Mein Blick fiel auf den Wecker und mir wurde bewusst, dass ich nicht mehr als eineinhalb Stunden geschlafen hatte. Am liebsten hätte ich mich noch einmal auf die Seite gedreht, doch der Lagerarbeiter stand noch immer vor meinem Lkw und wartete, bis ich ausgestiegen war. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mich warm einzupacken und die wohlige Wärme meines Fahrerhauses zu verlassen. Der Arbeiter gab mir die Papiere in die Hand, mit dem Kommentar, dass ich morgen in der Früh in Wien abladen musste. Ich starrte den Staplerfahrer an, denn es konnte sich auf gesetzlichem Weg auf keinen Fall ausgehen, dass ich rechtzeitig meinen Termin schaffen würde, waren es doch fast 950 Kilometer zu radeln. Außerdem hatte ich bis jetzt noch keine achtstündige Pause gemacht,  die laut den gesetzlichen Richtlinien nicht unterbrochen werden durfte. Aber laut meinem Chef musste ich pünktlich in Wien sein, sonst würde ich meine Arbeit verlieren, und das konnte ich auf keinen Fall riskieren. 

Die Arbeit war in der Nacht mühselig und aufreibend, denn für alles, was am Tag ruck-zuck ging, brauchte man in der dunklen Kälte um das doppelte länger. Nun musste ich nur noch den Keil unter dem Hängerreifen hervorholen, ein Stück nach vorne fahren und da wiederum die Bordwand und die Plane schließen. Endlich konnte ich wieder in mein warmes Fahrerhaus klettern und mich seelisch darauf vorbereiten, die ganze Nacht durchzufahren. Die ersten beiden Stunden verliefen gut, denn die Musik lief auf voller Lautstärke. Zu meiner Rechten lagen die feuchten Taschentücher griffbereit, um mir das Gesicht damit abtupfen zu können, falls ich wirklich zu müde wurde. Aber je länger ich fuhr, desto weniger konnte ich meinen Schlaf unterdrücken.

Um nicht während der Fahrt doch einzuschlafen, fing ich an, mich mit meiner verstorbenen Mutter zu unterhalten. Ich berichtete ihr die aktuellsten Neuigkeiten - und es gab viel zu erzählen, denn ich hatte schon lange nicht mehr mit ihr gesprochen. Mir kam es gar nicht in den Sinn, dass ich mich in meiner jetzigen Situation eigenartig verhielt, wie all jene, die ich immer komisch musterte, wenn sie in Gesprächen vertieft alleine an mir vorbeigingen. Natürlich konnte mich keiner sehen, doch im Endeffekt war es dasselbe. Mit großen Gesten beschrieb ich meiner verstorbenen Mutter alle Vorkommnisse und erzählte mit lauter Stimme, welche Abenteuer ich erlebt hatte. Immer wieder musste ich mir die Augen und die Schläfen mit einem feuchten Taschentuch abkühlen und die Hardrock-Klänge aus dem Radio halfen mir, nicht während der Fahrt einzuschlafen.

Ich war mir so sicher, dass ich die nächsten zweieinhalb Stunden bis zur nächsten Pause durchhalten würde. Doch ich hatte mich geirrt, denn ich schlief ein. Munter wurde ich durch einen dumpfen Schlag, der mich mit voller Wucht traf und wachrüttelte. Metall auf Metall. Was für ein kreischendes, schrilles Geräusch, das mich bewusst werden ließ, was passiert war. Zu müde, um noch klar denken zu können, geschweige denn mit den Toten zu sprechen, war ich am Steuer meines 38 Tonnen schweren Trucks eingenickt.

Ich hatte Glück, dass sich genau an dieser Stelle, die mir fast zum Verhängnis geworden wäre, eine Leitplanke befand, die mich aufgefangen hatte und nicht in eine tiefe Schlucht stürzen ließ. Einige Schrecksekunden lang dachte ich in meiner Benommenheit, dass ich den Lastwagen nicht mehr unter Kontrolle bringen würde und doch tat ich das Richtige...

Erklärung

Da ich blutige  Anfängerin war und die Realität doch anders aussieht als in der Fahrschule, hatte ich die Fahr,- Ruhe- und Einsatzzeiten nicht mehr im Griff. Als ich bei der Spedition ankam, erhoffte ich mir ein paar erholsame Stunden, doch es kam anders als wie von mir erwartet.

In den ersten Wochen meiner Fernfahrerkarierre wurde ich überfallen (Kapitel 5), und da ich mich vor unliebsamen Eindringlingen schützen musste, benützte ich einen Zurrgurt, den ich im Fahrzeuginneren an den Haltegriffen meines MANs befestigte.

Natürlich hat der Kraftfahrer die Wahl auch einmal "Nein" zu sagen, wenn er Druck von Oben bekommt. Doch gerade als Führerscheinneuling befürchtet man doch, den Job und so auch seine Existenz zu verlieren. Ich lernte gleich in der Anfangszeit, um meine Rechte zu kämpfen. 

Kapitel 19 - Abenteuer Schweden

Besorgt lief ich den Weg zurück, den wir gekommen waren, bis ich zu der schweren Eisentür kam, die zu meinem Lkw führte. Ich konnte den riesigen Riegel nicht bewegen, geschweige denn öffnen. Ich zerrte und rüttelte daran, jedoch tat sich nichts. Verzweifelt sah ich mich als "blinder Passagier" nach Schweden schippern, vielleicht wie in den alten Filmen versteckt in einem Ruderboot. Vor lauter Frust und Wut über meine Unachtsamkeit, die sicherlich nur entstanden war, weil ich so erfreut über die Reise war, fing ich leise zu weinen an. Ich war von mir selbst sehr enttäuscht. Doch auch hier hatte ich Glück im Unglück, denn wie von Zauberhand öffnete sich die Eisentür und mir blickte ein freundliches Gesicht entgegen. Der Mann sah meine Tränen und wollte mich trösten, indem er mir eine Frage stellte. Leider verstand ich ihn nicht und ich brachte mit österreichischem Akzent nur den einzigen englischen Satz raus, den ich kannte. "I don`t speak English", kam es leise über meine Lippen.                                       "What?", erkundigte sich der Matrose mit verdutztem Gesichtsausdruck. Wahrscheinlich hatte er mich nicht verstanden.

Wie sollte ich dem Mann nur erklären, was ich wollte? Da die Tür ja offen stand, zerrte ich ihn einfach auf die Transportfläche und zeigte mit der Hand auf die Lastwagen. Während ich ihn noch weiter neben mir her schleifte, tippte ich mit meinem Finger auf meine Brust und versuchte es noch einmal mit meinem "hervorragenden" Englisch. "My Truck", sagte ich zu ihm. Mehr an englischen Vokabeln kannte ich wirklich nicht. "Okay", kam es aus seinem Mund. Endlich schien mich der Mann zu verstehen. Obwohl es ihm mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgefallen war, dass ich leichte Verständigungsprobleme hatte, versuchte er doch noch einmal, sich mit mir zu verständigen. "Where is your Truck? You are a trucker lady?" Ungläubigkeit zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Ich verstand kein Wort von dem, was er mir zu sagen versuchte, doch ich konnte es mir denken. "My truck?", fragte ich verlegen mit einem Schulterzucken, denn ich wusste im Moment nicht, wo er stand, da die Ladefläche mit riesigen, metallenen Trennwänden abgeteilt war. Wahrscheinlich dienten diese als Sicherheitseinrichtung, bei einem Wassereintritt durch ein Leck. Doch darüber wollte ich jetzt wirklich nicht nachdenken. Jetzt war es wichtig, dass ich meinen Lkw fand. Endlich schien der Arbeiter zu verstehen, was ich von ihm wollte. Er nahm mich am Arm und zog mich durch die Eisentür, die sich direkt in den Metallwänden befand. Erleichterung kam in mir auf, als ich meinen Lastwagen stehen sah. Ich versuchte, einen Weg zu meinem Truck zu finden, da alles zugeparkt war. Nur am Ende, wo sich die Trennwände befanden, gab es eine kleine Stelle, durch die ich mich durchzwängen konnte. Nun musste ich noch zwischen den Lkws durch und konnte in das Fahrerhaus klettern, um meine notwendigen Papiere, die griffbereit auf der Ablage lagen, an mich zu nehmen. Ich ging denselben Weg wieder zurück zu der Eisentür, wo der Arbeiter schon auf mich wartete, um mich wieder nach oben ins Office zu bringen. Bevor wir den Gang erreichten, wo es Richtung Office ging, sagte der Matrose: "Goodby, my lady!" Mit den Worten "Bye, thank you" dankte ich ihm für seine Hilfe. 

Ich war stolz auf mich, meine allererste englische Konversation so gut über die Bühne gebracht zu haben. Immerhin war ich mit fast nichts an Englischkenntnissen doch ans Ziel gelangt...

Erklärung

Nachdem ich genug Praxis angesammelt hatte, war es mir möglich erneut auf Stellensuche zu gehen. Ich hatte Glück und nach einigen Wochen intensiver Bewerbungen fand ich die richtige Firma. Die erste Tour in meinem neuen Betrieb, führte mich nach Schweden. Die aufregende Schifffahrt, ein Abenteuer dass ich nie vergessen werde. Die Auffahrt auf die höher gelegene Etage des Schiffes war so spektakulär für mich, dass ich nur die Reisetasche zum Office mitnahm und das Ticket im Lastwagen vergessen hatte. 

Da ich in der Schule bei den Fremdsprachen nie aufgepasst hatte, waren diese mehr als schlecht. Trotzdem gab es immer wieder Fremde oder Kollegen, die mir in einer verzwickten Situation behilflich waren. Ohne sie hätte ich manches Abenteuer nicht so glimpflich überstanden und dafür möchte ich mich heute bei Ihnen bedanken.

Darum ein kleiner Appel an Euch, wenn Ihr einen Lkw-Fahrer seht, der Eure Hilfe braucht und Ihr Zeit habt, lasst Ihn nicht alleine im Regen stehen. Für ihn ist es nicht leicht, in einem fremden Land ohne jegliche Sprachkenntnisse durchzukommen.

Ein Pkw-Fahrer kann ohne Probleme wieder wenden, doch mit einem Truck:

40 Tonnen schwer, über mind. 16 Meter lang und vier Meter hoch, wird auch die kleinste Kleinigkeit zu einer Schwierigkeit!       

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