Ich möchte mich herzlichst beim Tourismusverband Nationalpark Region Ennstal und Herrn Jakob Gsöllpointner für die Verwendung der professionellen Bilder bedanken, die meinen ersten Erfahrungsbericht über den "Trattenbacher Klettersteig" zur Gänze vervollständigen. 

Mehr Informationen über den TVB Ennstal

Seit Tagen laufe ich mit einem dicken, fetten Grinsen durch den Tag. Ich hatte ein Erlebnis der besonderen Art. Durch meinen Kumpel Horst konnte ich die Wunder der Natur mit all ihrer Pracht und Außergewöhnlichkeit erleben.

Ich bin nicht unbedingt ein sportlicher Typ und meine Angst vor der Höhe hielt mich lange davon ab, diesen Schritt zu wagen. Die Hartnäckigkeit meins Begleiters, der in allen Lebenslagen vertrauenserweckend ist, ließ mich meine Bedenken zur Seite schieben.

Kurzentschlossen trafen wir uns für eine Kletterpartie am Klettersteig

"Trattenbach im Ennstal"

Als wir dort ankamen und ich aus dem Pkw stieg, überfiel mich ein kalter Schauer der Erregung. Bevor wird den Berg bestiegen, überreichte mir Horst die Kletterausrüstung. 

Unbeholfen stieg ich zuerst in die Beinschlaufen und schloss den Gurt. Im Anschluss bekam ich ein komplettes Klettersteigset sowie einen Helm, Handschuhe und einen Faulenzer in die Hand gedrückt. Der Ausdruck des einzelnen Karabiners brachte mich zum Lachen und Horst erklärte mir, dass mich das gute Stück bei einer Kletterpause wie z.B. beim Fotografieren zusätzlich sichern sollte. Mit einigen Erklärungen und der Hilfestellung des erfahrenen Bergsteigers, gelang es mir die Ausrüstung richtig anzulegen. Kurz danach konnten wir endlich den Weg zum Klettersteig antreten. Mit genauen Ausführungen, wie der Aufstieg von statten gehen sollte, erklomm ich die erste Hürde. Dank meines Begleiters wusste ich nun, wie ich mit dem Klettersteigset umzugehen hatte. Immer zuerst die Karabiner in das dicke Stahlseil (welches direkt im Gestein angebracht war) einklicken. Ich sollte darauf achten, dass sie mit meiner Hand im oberen Bereich mitgezogen wurden. Horst ging voraus und beobachtete genauestens, wie ich den Aufstieg bewerkstelligte.

 

 

 

 

Mit weiteren Instruktionen stiegen wir den Berg hinauf. Ich hatte keine Zeit, über meine Höhenangst nachzudenken, war ich doch zu sehr damit beschäftigt, diesen Steig zu erklimmen. 

Erst als ich vor einem Hindernis stand, welches ich für unüberwindlich hielt, wurde es mir bewusst, wie hoch ich schon geklettert war. Immer wieder stieg ich auf den Vorsprung und die angebrachten Sicherungsanker und versuchte mit meinen Händen Halt zu finden.  Ich fühlte mich nicht sicher genug, alleine weiter zu klettern und bat Horst um Hilfe. Es war kein Thema für meinen Begleiter, mir aus meiner misslichen Situation heraus zu helfen. Kurze Zeit später ließ er mir ein Seil hinab und erklärte, wie ich es am Klettergurt festzurren sollte.

 

 

 

Mein Kumpel wies mich an, solange an Ort und Stelle stehen zu bleiben, bis er sich selbst zusätzlich gesichert hatte und erst dann forderte er mich auf, es noch einmal zu versuchen. Mit dem Wissen des zusätzlichen Seiles und ein paar beruhigenden Worten fasste ich den Mut, den Aufstieg weiter zu führen.

Ich bat um eine kleine Verschnaufpause, nachdem wir den richtigen Platz dafür gefunden hatten. Jetzt kam der "Schläfer" zum Einsatz. Wir klickten den einzelnen Karbiner ein und miit der Sicherheit seiner Klettersteigausrüstung lehnte Horst sich freihändig zurück. MIr selbst war es nicht ganz so geheuer- ich hielt mich trotz der Sicherungsleinen fest. Nach dem kurzen Halt kletterten wir weiter. Ich konnte es kaum erwarten oben anzukommen und war stolz auf mich, den "Hetschi Klettersteig", ganze 65 Meter hoch, ohne gröbere Probleme erklommen zu haben.                                                          Ich und meine Höhenangst.

An der oben angebrachten Bank setzten wir uns und genossen den Ausblick. Die Berge ließen mich zur Ruhe kommen. Nach der Verschnaufpause zeigte mir Horst eine Plattform, an der ein Photopoint und Topo angebracht war, um den Sportlern zu veranschaulichen, wie die weiteren Klettersteige verliefen.

Ich selbst würde noch viel üben müssen, um an einem wie dem "Grossalber" oder "Mammut Klettersteig" raufklettern zu können.

 

 

 

Horst erklärte mir, wie wichtig es sein würde, regelmäßig den Berg zu kontrollieren wie z.B. die Sicherungsanker und Seile, welche sogar durch den TÜV geprüft wurden.

Wir spazierten weiter zur "Nepal Brücke". Einer Seilbrücke, ganze 63 Meter lang, um diese zu überqueren. Meine Knie schlotterten, trotzdem freute ich mich auf das Erlebnis. Ich hakte die Karabiner am oberen Seil ein und hielt mich fest. Im Fernsehen hatte ich so etwas schon einmal gesehen, aber dass ich selbst in den ungewöhnlichen Genuss kommen sollte, das hätte ich nie gedacht. Mutig und mit überaus festem Griff ging ich die ersten Schritte auf dem Stahlseil.

Es war einfach ein tolles Gefühl und eines weiß ich mit Sicherheit, es wird nicht lange dauern, bis ich wieder mit meinem Begleiter am "Trattenbacher Klettersteig" sein würde.

Einer meiner ersten Wanderungen führte mich mit meiner Freundin Sabina nach Hinterstoder zum "Schiederweiher".  Alleine die Anfahrt von Steyr bis hin zu den Bergen, wo unsere kleine Wanderung beginnen sollte, lud dazu ein, mehrmals anzuhalten und die romantische Bergwelt zu fotografieren. In Hinterstoder angekommen hatten wir das Glück, an einem der Schotterplätze eine Parklücke zu finden. Wir packten unsere Klamotten und spazierten gemächlich über eine kleine Holzbrücke, den Weg entlang. 

 

 

 

 

Sabina und Ich waren nicht allzulange unterwegs, als wir einen Richtungspfeiler entdeckten. Wir hatten uns dazu entschlossen, als Erstes zum Schiederweiher zu marschieren. Meine Freundin war vor langer Zeit schon einmal hier gewesen und kannte die Strecke. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir am Bergsee an.

Am romantischen See spiegelten sich die Berge des Toten Gebirges wieder. Wie ich später in einem Gespräch von anderen Wanderern erfuhr, nannte man diesen besonderen Ort auch "Perle des Stodertals".

Sabina und Ich entschlossen uns, direkt am Ufer das mitgebracht Picknick einzunehmen. Wir beobachteten dabei die Spaziergänger, die genauso wie wir hingerissen von der Atmospähre, ihre Kameras zückten. Nachdem wir den Mist entsorgt hatten, gingen wir weiter in die nahegelegene Gaststätte. Durstig bestellten wir unsere Drinks und nach einer längeren Sitzpause, beschlossen wir, wieder den Rückweg anzutreten.

Meine erste Kletterpartie

Beim zurückgehen konnten Sabina und Ich es nicht lassen, den "grossen" Stein zu besteigen.

Ich möchte Sabina auf diesem Weg für den wunderbaren Tag im Hinterstoder Gebirge danken.

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© Die Frau im Truck - 60 Kilo auf 40 Tonnen